Logowerbung 10/2026

Fleischspezialitäten bei Metzgerei Schmidt in Daaden

Der heimische Familienbetrieb setzt auf regionale Lieferanten und eigene Schlachtung

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Siegener Zeitung vom 21.10.2026

Die Metzgerei Schmidt an der Hachenburger Straße 12 blickt auf eine fast 200-jährige Geschichte zurück. Seit 2007 führt Metzgermeister Dirk Schmidt den traditionsreichen Familienbetrieb. Er setzt auf regionale Lieferanten und eigene Schlachtung.

„Hackfleisch fällt nicht vom Himmel, der Schlüssel dazu ist bei uns die eigene Schlachtung“, sagt er. Der Schlachtbetrieb ist EU-zertifiziert. Rund 80 Prozent des Schweinefleischbedarfs werden durch eigene Schlachtungen abgedeckt. Zusätzliche Edelteile kauft Schmidt nur zu bestimmten Zeiten und Anlässen zu.

„Das eigene Schlachten in unserem Betrieb halte ich mir hoch“, betont er. Ihm ist wichtig, möglichst viel von einem Schlachttier zu verwerten und nicht nur Edelteile wie Filet.
Bei Schweinen arbeitet Schmidt mit Jens Jungbluth aus Strickhausen und Detlef Blankennagel aus Ellenhausen als seine regionalen Lieferanten zusammen. Beim Rind stammt das Fleisch fast vollständig aus eigener Schlachtung. Die Tiere kommen aus Mittelhof, Katzwinkel und Nisterberg. „Die Regionalität ist mir wichtig.“

Transparenz gehört ebenfalls zur Betriebsphilosophie. Etiketten in der Verkaufstheke informieren darüber, wo die Tiere geboren, gemästet und geschlachtet wurden. So können sich die Kunden ein Bild von der Herkunft machen – und sie sich vor Ort anschauen.

Drei Gesellen und ein Auszubildender verarbeiten das Fleisch zu Wurst- und Fleischspezialitäten. Dazu gehört Dry Aged Beef. Geeignetes Roastbeef oder Filet reift mindestens sechs Wochen in einer Vitrine im Laden. Die Rückwand der Kammer besteht aus Salz. Bei zwei bis fünf Grad Celsius und niedriger Luftfeuchtigkeit verliert das Fleisch bis zu 50 Prozent seiner Masse. „Wenn am Ende wenig Feuchtigkeit in dem Fleisch ist, bleibt noch mehr Fleischgeschmack übrig“, erklärt Fleischsommelier Schmidt. Je trockener es sei, desto intensiver schmecke es nach Rind. Das Fleisch werde butterzart. Sein Vater habe das Fleisch vor 50 Jahren lediglich im Kühlraum abhängen lassen: „An Dry Aged Beef hätte mein Vater nie gedacht.“

Das dürfte auch auf die jüngste Neuerung zutreffen: Unter dem Motto „Länger off! – Einkaufen nach Ladenschluss“ können Kunden außerhalb der regulären Öffnungszeiten im Hybridladen einkaufen. Dazu registrieren sie sich einmalig an einer Stele vor dem Geschäft und erhalten einen QR-Code für den Zugang. In Kühl- und Tiefkühlschränken stehen beispielsweise Fertiggerichte wie Rindercurrywurst, Gulasch und Rouladen im Glas sowie tiefgekühlte Brötchen bereit.

Auch Milchprodukte der Milcherei Henke aus dem Wittgensteiner Land sind erhältlich. Die Kunden scannen ihre Waren selbst ein und bezahlen mit EC- oder Kreditkarte.

Der Hybridladen ist montags bis sonntags von 6 bis 22 Uhr zugänglich – also 16 Stunden täglich an sieben Tagen in der Woche. Das Ladenlokal ist wie gewohnt dienstags bis freitags von 8 bis 18 Uhr und samstags von 7.30 bis 12 Uhr geöffnet.

Weitere Informationen: www.metzgerschmidt.de